nach dem
gleichnamigen Erzählband von Clemens Meyer
theater fensterzurstadt.19
Clemens Meyer,
geboren 1977 in Halle (a.d. Sahle), lebt heute in Leipzig. Bereits
als Kind träumte er davon, Schriftsteller zu werden, und
hielt daran fest, egal, wie dreckig es ihm gerade ging. Nach dem
Abitur arbeitete er als Bauhelfer, Möbelträger und Wachmann.
Durch einen Zufall stieß er auf das Deutsche Literaturinstitut
Leipzig, an dem er von 1998 bis 2003 studierte. Nach dem großen
Erfolg seines im Jahr 2006 erschienenen Debütromans "Als
wir träumten" - über den Aufstieg und Niedergang
einer Jugendbande im Leipzig der Nachwendejahre - legte Clemens
Meyer im Frühjahr 2008 sein zweites Buch vor, das auch von
der Literaturkritik begeistert aufgenommen wird: "Die Nacht,
die Lichter ist ein Band mit 15 Erzählungen, für
den Meyer noch im selben Jahr mit dem renommierten Preis der Leipziger
Buchmesse ausgezeichnet wird .
Spätestens
seit dem Gewinn des Preises der Leipziger Buchmesse und der Veröffentlichung
seines zweiten Erzählbandes Gewalten. Ein Tagebuch
im Frühjahr 2010 hat sich Clemens Meyer ins Rampenlicht der
neuen deutschen Literatur geschrieben. Er schreibt die derzeit
kunstvollsten, die härtesten und herzergreifendsten Geschichten
in Deutschland, wie Moritz von Uslar in Der Spiegel
feststellt. Meyer findet in seinen Texten einen Tonfall, den es
so in der jungen deutschen Literatur bislang nicht gab: Melancholisch,
melodisch, liebevoll und dennoch nicht verklärend schildert
er, was gemeinhin als Milieu verstanden wird. Seine Helden sind
dem Leben ausgesetzt, es sind die Heimatlosen, die Randfiguren,
Sozialhilfeempfänger und Träumer, die die nächtliche
Stadt durchstreifen. In den 15 "Stories" des Buches
erzählt Meyer von der Hoffnung, einmal im Leben den großen
Gewinn einzustreichen, von dem Willen, etwas aus sich zu machen,
und von der verpassten Liebe. Seine Geschichten vom Rand der Gesellschaft
sind alles andere als Sozialreportagen und ergeben doch ein scharfes
Bild unserer gegenwärtigen sozialen Verhältnisse. Das
macht sie hochaktuell und politisch brisant, hartgesotten, authentisch,
ehrlich, dicht und realitätsgesättigt. Sie sind Sprengsätze
in den Hohlformen der politischen Rhetorik, phantastisch, mit
einem geradezu humanen Sinn für die Scham der Sprachlosen.
Mit der Inszenierung
von "Die Nacht, die Lichter" stellt fensterzurstadt
eine eigene Bühnenfassung nach den Erzählungen von Clemens
Meyer vor.
Premiere
am 27. Oktober 2010 in der Alten Tankstelle Striehlstraße,
Hannover
Mit:
Alexandra
Faruga, Georg Florian, Carsten Hentrich, Heino Sellhorn, Daniel
R. Zimmermann und Uwe Teuw Mamadou Diedhiou
Inszenierung/Projektleitung:
Ruth Rutkowski und Carsten Hentrich
Bühne, Installation, Licht: Alexander
Tripitsis und Melanie Huke
Kostüme: Ruth Rutkowski
Musik, Komposition, Sound: H. Sellhorn
Aufführungsrechte
beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
Gefördert
durch das Land
Niedersachsen, das Kulturbüro
der Landeshauptstadt Hannover, die Stiftung
Niedersachsen und Stiftung
Edelhof Ricklingen