ein Schau
- Spiel
theater fensterzurstadt.16
Hannover Mon
Amour: Lingenfelder< ist der erste Teil eines Gesamtprojektes,
mit dem Theater fensterzurstadt in den kommenden Jahren an unterschiedlichen
Spielorten im Stadtgebiet Hannover eigens für und an den
jeweiligen Schauplätzen entwickelte Produktionen zeigen wird.
Erzählt werden Geschichten von Menschen, die in dieser Stadt
leben, wie und warum sie hierher gekommen sind, warum sie bleiben
und auch warum sie die Stadt wieder verlassen wollen oder müssen.
In den Produktionen wird die Stadt selbst zur Bühne. Sie
ist Hauptakteur und motivischer Fundort zugleich. Vielgestaltig,
voller Geschichten und Geschichte.
Der Auftakt
der Produktionsserie findet in einem seit längerer Zeit leerstehenden
Ladenlokal in der Charlottenstraße 1/ Ecke Deisterstrasse
in Hannover-Linden statt. Von 1919 bis 2008 wurden in dem ehemaligen
Elektrofachgeschäft Lingenfelder, dem wir auch den Titel
unserer Produktion entlehnen, vor allem Lampen und elektronisches
Zubehör verkauft. Die szenische Idee des Projektes entzündet
sich direkt an der Geschichte und räumlichen Situation des
Schauplatzes: dem Ladenlokal mit Fensterfront und der davor liegenden
Straße. Sie ist die Bühne: ein Laufsteg für Paare
und Passanten, ein vorüberziehendes Bild, eine unendliche
Szenenfolge im bewegten Breitwandformat. Die Inszenierung speist
ihr Material aus Interviews, Improvisationen und Recherchen vor
Ort. Sie ist ein Work in Progress, ein Experiment und Loblied
der szenischen Miniatur, das im ungeschützten Außenraum
der Strasse wie auch im Innenraum des Geschäftes stattfindet,
seine kurzen Szenen in einer schnellen Folge von Auf- und Abtritten
zu einem Panorama des urbanen Lebens verbindet. Eine Reise in
das Angesicht der Stadt, in dem die zufälligen Bewegungen
und Aktionen der abendlichen Passanten selbst Teil des theatralen
Ereignisses und die Akteure zu (verdeckten) Agenten des szenischen
Unternehmens im öffentlichen Raum werden.
Uraufführung
am 29. Mai 2009 im ehemaligen Elektrofachgeschäft Lingenfelder
in Hannover-Linden
mit: Dorit
David, Alexandra Faruga, Carsten Hentrich, Ana-Josefina Nickelé,
Heike Kalisch, Christina Pitter / Elke Schepokat, Volker Kakoschke
Inszenierung/Projektleitung:
Ruth Rutkowski und Carsten Hentrich
Text: Sascha
Schmidt
Bühne:
Melanie Huke
Licht,
Video: Alexander Tripitsis
Kostüme:
Ruth Rutkowski
Gefördert
durch:
Das Kulturbüro
der Landeshauptstadt Hannover, Stiftung
Kulturregion Hannover, Stiftung
Niedersachsen, Region
Hannover, Land
Niedersachsen.