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nach dienstschluss im amtsgericht

eine szenische Rundreise in vier Etappen, diversen Fällen und Zwischenfällen
theater fensterzurstadt.9

"Nach Dienstschluß: im Amtsgericht" ist das vierte große soziokulturelle Theaterprojekt, das fensterzurstadt in Hannover inszeniert. Wie schon in "Das Fenster zur Stadt" (Herbst 2000), "VIVA! Die Trabantenstadt lebt!"(Frühjahr 2001) und "Die Welt ist All.Kauf!" (Sommer 2002) werden in dem Projekt professionelle Schauspieler, Künstler und Musiker gemeinsam mit Laiendarstellern, Bürgern und Vereinen zusammenarbeiten.
Schauplatz und zugleich motivischer Dreh- und Angelpunkt der Produktion wird das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Amtsgericht in der Nähe des hannoverschen Raschplatz sein: das größte zivile Gericht Niedersachsens. Ein imposanter und zugleich faszinierender Ort: auf drei Stockwerken rund um die monumentale Eingangs- und Haupttreppenhalle reihen sich um sechs Lichthöfe eine Unzahl von Zimmern, Sitzungssälen, Büros, Verhandlungsräumen, Gänge und Flure, die in neue, andere Bereiche des Gebäudes und von dort aus wieder weiter führen. Ein ununterbrochenes Kommen und Gehen, verschlossene und offene Türen, Wartezonen, ein in seiner nüchternen und vielfältigen Dynamik faszinierendes, aber schwer zu durchschauendes Labyrinth von Ereignissen, flüchtigen Eindrücken, Verhandlungen, Gesprächen, Auftritten und Abtritten.

Nach Dienstschluss begibt sich das Publikum hier auf eine szenische Reise in vier Etappen und diversen Fällen und Zwischenfällen.
Das Publikum wird in vier Reisegruppen geteilt, die jeweils von einem Begleiter durch das Gebäude geführt werden. Diese Gruppen bewegen sich während der Aufführung gleichzeitig, aber auf verschiedenen Routen und Zeitachsen durch das Amtsgericht.
Vier Stationen an unterschiedlichen Schauplätzen bilden den Kern der Aufführung,zwischen denen Wanderungen durch das Gebäude, Begegnungen und kurze szenische Ereignisse liegen:
Hallen, Flure, Treppenhäuser, Wartezonen und Sitzungssäle werden zur Bühne für ein work in progress, das aus der Zusammenarbeit aller Beteiligter und ihrer spielerischen Auseinandersetzung mit dem Schauplatz des Geschehens entsteht.

Mit: Jan Exner, Alexandra Faruga, Carsten Hentrich, Olga Holm, Andreas Jessing, Götz Lautenbach, Ruth Rutkowski, Alexander Tripitsis, Ylva Yangsell; Andreas Conradt, Gabriella Coccioli, Anette Danner, Dagmar Fenge, Monika Fleischer, Bernd Hellmich, Volker Kakoschke, Heike Kalisch, Richard Koci, Birgit Kötter, Joanna Landgraf, Elodie Maue, Anja Müller, Christina Pitter, Christina Pößnecker, Elke Schepokat, Klaus Simon und Elke F. Ungewiß.


Inszenierung, Projektleitung: Ruth Rutkowski und Carsten Hentrich

Text: Nicola Bongard und Ensemble Musik, Sounds: Jan Exner; Nikola Milosavljevic; Snezana Nesic, Willi Hanne, Lenka Zupkova / Silke und Klaus Heuermann, Mario Reissner Licht und technische Einrichtung: Alexander Tripitsis Kostüme: Ruth Rutkowski

Eine Produktion von theater fensterzurstadt in Zusammenarbeit mit dem Amtsgericht Hannover.

Uraufführung am 27. Mai 2005 im Amtsgericht Hannover

 

Gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, die LAGS Soziokultur aus Mitteln des Landes Niedersachsen und die Niedersächsische Lottostiftung.