- ein Kammerspektakel
frei nach Wilhelm Busch
theater fensterzurstadt.5
Wilhelm Busch,
der genialische Erfinder von weltberühmten Bildgeschichten
und Anekdoten, Meister des groben Scherzes und der inszenierten
Schadenfreude, des feinsinnigen Wortwitzes, des trockenen, bauernschlauen
Humors und des halsbrecherischen Slapsticks, Ahnherr und Vorläufer
von Cartoon, Karikatur und Comic, vor gut hundert Jahren heimisch
in Wiedensahl im Hannoverschen, zeitlebens verhinderter Kunstmaler
und Poet des kleinen Formats, ewiger Junggeselle und Einsiedler,
ist der Schirmherr unserer Produktion, der Dirigent der Performance.
In seinem Gepäck bringt er die Ideen mit. Ein Tritt gegen
die Music-Box, randvoll mit seinen Bildgeschichten, reicht: schon
geht es los.
Angetrieben
von einer Band, die sich experimentierfreudig um die Erfindung
des Rokks, einer Musikrichtung mit zweifachen K bemüht, spielen
sich die verrücktesten Gestalten ins Rampenlicht und stolpern
in der brütenden Wärme der Bühne durch ihr mit
trockenen und spöttischen Strich vorgezeichnetes Leben. Von
der Wiege bis zur Bahre eilen sie in wenigen Bildern.
Sie alle kommen aus der Provinz, sind gierig nach Leben und pfeifen
auf die Moral.
ROKK THE BUSCH,
freigegeben für alle Generationen, ist eine Hommage an den
wohl berühmtesten Künstler Niedersachsens: eine bitterböse
Show des aufbrechenden letzten Jahrhunderts, die sich kraftvoll
in das neue Jahrtausend gerettet hat. Den Rhythmus des Spektakels
gibt das Lachen vor. Hart und trocken wie der Knittelvers, geheimes
Codewort, Szenesprache und Markenzeichen der skurrilen Truppe,
mit der sie versucht sich, im wahrsten Sinne des Wortes, einen
Sinn zusammen zu reimen auf ihr eigenes Werden und Vergehen.
Es spielen:
Jan Exner,
Alexandra Faruga, Carsten Hentrich, Marianne Iser, Andreas Jessing,
Heino Sellhorn, Martin Thamm und Alexander Tripitsis
Inszenierung:
Ruth B. Rutkowski und Carsten Hentrich Musik:
Jan Exner, Heino Sellhorn, Alexander Tripitsis
Ensemble Technik /Licht: Alexander
Tripitsis Ausstattung: Ruth Rutkowski
Uraufführung
am 22. November 2002 im Ihmezentrum Hannover
Die Produktion
wird gefördert durch:
Land Niedersachsen,
Kulturbüro
der Landeshauptstadt Hannover, Niedersächsische
Lottostiftung Firmengruppe Engel und Stiftung
Edelhof Ricklingen.