ein Musik-Schau-
Spiel frei nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Thomas und Anna-Clara
Tidholm
Koproduktion Theater fensterzurstadt, Theaterwerkstatt
Hannover und Theater
Triebwerk (Hamburg)
Johan, der
Opa von Max und Jule, ist nicht mehr da. Als seine beiden Enkelkinder
ihn nirgends in seiner Wohnung finden können und dafür
von ihren Eltern keine Erklärung erhalten, machen sie sich
auf den Weg ihren Opa zu retten. Und so beginnen sie mit einer
abenteuerlichen Fantasiereise, bei der sie ihren Opa "hinter
jedem Busch auf der ganzen Welt suchen". Als sie ihn
in keinem der vielen Löcher auf der einen Seite der Welt
finden, reisen sie ihm nach, auf die andere Seite der Welt, auf
der nichts ist, einfach nichts und gar nichts.
Dort finden sie die Spuren ihres Opas wieder, die sie schon verloren
hatten. Sie führen nach ganz hinten in der das Dorf "Ugri-La-Brek",
das "Dorf-wo-der-Rauch- steil-aufsteigt", in
dem nur alte Onkels und Tanten und ihre Katzen wohnen. In einem
berührenden Gespräch nehmen die beiden die abgerissene
Verbindung mit ihrem Opa wieder auf und können sich so aktiv
von ihm verabschieden. Und als sie auf die andere Seite der Welt
zurückkehren, erkennen sie, dass diese noch da ist "und
Tausend Millionen Tannen und Vögel und Tankstellen und die
Sonne, die alle wärmt, die gefroren haben".
"Die
Reise nach Ugri-La-Brek" des schwedischen Autorenpaares
Thomas und Anna Clara Tidholm ist ein faszinierendes Bilderbuch
mit einem vielschichtig poetischen Text und wunderbaren Illustrationen,
das die lange und abenteuerliche Reise eines Geschwisterpaares
zum selbstbewussten Abschied von ihrem Großvater beschreibt.
1992 wurde das Buch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Mama will nichts sagen und Papa weiß von nichts
ist die eingangs und ausgangs des Buches (einzig) wiederholte
Textpassage, die den ungeheuren Phantasieraum der Erzählung
umspannt und eröffnet.
Unsere Dramatisierung
zielt auf die Entwicklung eines Kinder- und Jugendstücks
für die Altersgruppe ab 6 Jahren zum Tabuthema Tod, Trennung
und Abschied. Mit der Besetzung von 2 Musikern und drei Schauspielern
legen wir in unserer Inszenierung ein Hauptaugenmerk auf die Entfaltung
eines fruchtbaren Zusammenspiels von Musik und Schauspiel, das
sowohl Farben- und Bildreichtum wie auch die abenteuerlich poetisch-
komische Textqualität der Buchvorlage, im Sinne eines spielerisch-musikalischen
Oratoriums, direkt in Text-, Spiel- und Klangkompositionen übersetzt.
Premiere am
2. März 2008 in der Theaterwerkstatt Hannover
Von und
Mit:
Elke Cybulski,
Carsten Hentrich, Uwe Schade, Heino Sellhorn
Inszenierung:
Ruth Rutkowski
Organisation: Sabine Trötschel
Kostüme: R. Rutkowski
Bühne, Licht, Video: Alexander Tripitsis
Die Produktion
wird gefördert durch das Kulturbüro
der Landeshauptstadt Hannover, das Land
Niedersachsen und die Niedersächsische
Lottostiftung.
Aufführungsrechte
mit freundlicher Genehmigung des Draken Theaterförlag AB